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  1. Auswahlkriterien
  2. Anmerkungen zu den Hase-Schülern
  3. Stand der Forschung
  4. Hinweis

1. Auswahlkriterien

Ausschlaggebend für die Aufnahme der Architekten und Künstler in die Datenbank der Hase-Schüler ist ein nachweisbarer Zusammenhang zu Conrad Wilhelm Hase und zur Hannoverschen Schule. Vornehmlich wurden die direkten Schüler von Conrad Wilhelm Hase in das Verzeichnis aufgenommen, welche ihr Architekturstudium bei Hase in Hannover absolvierten und/oder in Hases Architekturbüro arbeiteten. Dieser Personenkreis konnte bislang noch nicht vollständig ermittelt werden. Weiterhin verzeichnet die Datenbank auch

Die Mitgliedschaft in der von Conrad Wilhelm Hase gegründeten Bauhütte oder in deren Tochterhütten in Hamburg und Breslau ist häufig, aber nicht generell ein Indiz für die Verbundenheit mit den Zielen der Hannoverschen Schule.

Die vielen hundert »Schüler der Hase-Schüler« sind – abgesehen von wenigen Ausnahmen – in dieser Datenbank nicht verzeichnet.

 

2. Anmerkungen zu den Hase-Schülern

Während seiner Lehrtätigkeit von 1849 bis 1894 an der Polytechnischen Schule in Hannover (ab 1879 Technische Hochschule) bildete Conrad Wilhelm Hase etwa 3500 Studenten aus. Die Mehrzahl dieser Studenten waren angehende Ingenieure und Maschinenbauer, die das Fach Baukunst im Nebenfach belegten. Ein reines Architekturstudium absolvierten »nur« rund 1000 Studenten.

Viele Hase-Schüler bauten später, insbesondere nach 1900, nicht mehr im Stil der Hannoverschen Schule, verfolgten aber weiterhin das Leitbild der Wahrheit in Form, Funktion, Konstruktion und Material. Um den Vorstellungen und Wünschen der Auftraggeber gerecht zu werden, mußten die Hase-Schüler mit Rücksicht auf die eigene berufliche Existenz häufig andere Baustile verwenden (z. B. Neorenaissance). Sie setzten dann – unter Auflage ökonomischer Zwänge – eine Formensprache um, die eigentlich nicht ihrem stilistischen Idealbild der Hannoverschen Schule entsprach. Grundsätzlich entwarfen die Baumeister vergangener Epochen eine Architektur, die sich – im Einklang mit lokalen Gegebenheiten – an den Bedürfnissen und Vorstellungen der Menschen ausrichtete. Von dieser publikumsfreundlichen und Identität stiftenden Kunstethik war auch die Hannoversche Schule noch geprägt. Nach dem Ersten Weltkrieg änderte sich jedoch allmählich diese tradierte Sozialbezogenheit der Architekten. Zunehmend wurden nicht mehr die von den Bauherren gewünschten, bewährten Gestaltkonzeptionen des Städtebaus und der Architektur verwirklicht, sondern die kühnen, innovativen Erfindungen einzelner, avantgardistischer Architekten. Provokation etablierte sich als Qualitätsmerkmal in der Kunst und Architektur. Bewährtes wurde zugunsten des Neuen aufgegeben. Diese von Arroganz und Selbstherrlichkeit geprägte neuzeitliche Architekturauffassung ist Ausdruck der Entfremdung des Menschen von seiner Umwelt und letztlich von sich selbst.

 

3. Stand der Forschung

Die Datenbank der Hase-Schüler ist das Ergebnis jahrzehntelanger Ermittlungen. Die bislang ausgewerteten Quellen sind in den einzelnen Biografien aufgeführt. Der Verlust von Zeichnungsnachlässen und Bauakten in der Kriegs- und Nachkriegszeit und der weiterhin bestehende enorme Forschungsbedarf zu den Hase-Schülern rechtfertigt auf absehbare Zeit keine abschließende Darstellung in Buchform. Daher ist diese Internet-Präsentation zwangsläufig unvollständig, ermöglicht aber jederzeit, die vorliegenden Daten und Fakten zu ergänzen. Mit der Veröffentlichung des aktuellen Forschungsstandes im Internet verbindet sich zugleich das Ziel und die Hoffnung, Hinweise zur Vervollständigung der hier dargestellten Kurzbiografien zu erhalten. Sollten Sie Daten und Fakten ergänzen können, nehmen Sie bitte Kontakt auf mit:

Reinhard Glaß (Webmaster)
Sülzhayn
Am Mittelberg 8
99755 Ellrich
Tel.: +49 (0) 36332 74680

Die aus den Forschungen der vergangenen Jahrzehnte entstandene Materialsammlung zu den Hase-Schülern, welche über die hier vorgelegten Daten hinaus weitere Informationen zu den einzelnen Architekten enthält, befindet sich im Stadtarchiv Hannover. Dort ist die Sammlung unter der Signatur hbs (Hannover-Bau-Sammlung) der Öffentlichkeit jederzeit zugänglich. Zwecks Einsichtnahme in die hbs wenden Sie sich bitte direkt an das

Stadtarchiv Hannover | E-Mail |
Am Bokemahle 14-16
30171 Hannover
Tel.: +49 (0) 511 168-42173
Fax: +49 (0) 511 168-46590

 

4. Hinweis

Die Straßenangaben zu den Bauwerken sind verschiedenen Quellen entnommen, die teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert stammen. Der Abgleich mit den heutigen Straßennamen und Hausnummern ist unvollständig und beschränkt sich aus Zeitgründen noch auf den Raum Hannover.

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